Idee

„Wenn die Natur mit uns so umgehen würde wie wir mit ihr,
ist nicht sicher, ob wir noch am Leben wären“
(Kurt Haberstich)

 

Massentierhaltung, Medikamentenresistenz, Tier-quälerei, Entwaldung: Bis heute haben wir es in den vergangen Jahrzehnten erlebt, dass sich durch unseren maßlosen Lebensstil einiges verändert hat und weiter noch verändern wird – für uns Menschen zum Positiven, doch für die Natur häufig zum Negativen. Wir, die die Natur ausbeuten, sind dabei meist blind für die Argumente der Vernunft. Wir machen uns selbst etwas vor und verschließen die Augen vor den Folgen unserer Ausbeutung und der Zerstörung der natürlichen Ressourcen. Wie weit dürfen wir gehen? Oder sind wir  schon längst zu weit gegangen? Wissen wir überhaupt noch, was unberührte Natur bedeutet?
Doch die Natur hat ihr eigenes Maß. Sie lehrt uns, wie wir angemessen mit ihr umgehen müssen und auch, was unser menschliches Maß ist. Jeder lebendige Organismus ist bestrebt sein optimales Gleichgewicht zu erhalten bzw. wieder herzustellen, um die bestmögliche Versorgung seiner selbst zu erreichen. Das Leben kämpft stets gegen das Gleichgewicht. So auch die Natur. Zeit, dass die Natur sich das zurückholt, was wir ihr antun. Und “The Hum” ist dabei nur der Warnruf der Natur.

Das Spannungsfeld zwischen Natur und Zivilisation ist das Thema, dem wir uns in unserem Serienprojekt “Albtrauf” widmen wollen. Erzählerisch siedeln wir unsere Geschichte in einem fiktiven, abgelegenen Dorf im schwäbischen Albtrauf an. Ein Leben mit und inmitten der Natur. Doch die dörflichen Idylle trügt. Und schon bald scheint niemand mehr im Dorf wirklich unschuldig zu sein.

Ziel ist es, der Natur nicht nur durch „The Hum“ einen eigenen Charakter zu geben, sondern diese auch als zusätzlichen Anta-/Protagonist einzusetzen. Umgesetzt soll dies mit mysteriösen Elementen, die dank der Mythologie, Unberechenbarkeit und den eigenen Gesetzten der Natur überspitzt werden können. So trifft das Ensemble der Serie – vorrangig Sarah und Wolfgang – auf Naturphänomene, die sie sich zuerst nicht erklären können. Tiere, die sie konfrontieren und  plötzlich angreifen. Dürren, Plagen, Dauerregen: Diese Phänomene stehen nicht nur als Symbole, sondern werden gleichzeitig als Spiegel der inneren (moralischen) Konflikte der Protagonisten genutzt.

Mit unserem Serienpilot werden wir die kritischen Fragen der Massentierhaltung und Ausnutzung der Natur aufgreifen und diese durch krimi-mystische Elemente filmisch ergründen. Im Sinne von Pythagoras: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.“